Was kann der Mittelstand von Jeff Bezog, dem Gründer von Amazon, lernen?

Ganz einfach: Der Mittelstand kann von Amazon schlichtweg lernen, wohin die Reise geht. Jeff Bezog ist ein Pionier im Internethandel und zeigt, wie man den digitalen Wandel als Chance begreifen kann. Vom Buchhändler über die Handelsplattform und bis hin zum Web Dienstleister: Amazon nutzte von Anfang an das Internet für seinen Handel, baute die Geschäftsfelder kontinuierlich aus und setzte sich aktiv mit dem dadurch stattfindenden Wandel im Unternehmen auseinander. Und so verdient Amazon sein Geld heute nicht mehr nur mit der Handelsplattform und dem Buchhandel. Amazons Kerngeschäft sind heute Web Services.

Jeff Bezos und der Tag 1

In einem offenen Brief hat der Gründer von Amazon Jeff Bezos der Welt erklärt, wie er sein Unternehmen vor dem schnellen Untergang bewahren will. In seinem Konzern sei immer „Tag1“. Es herrscht also jeden Tag Gründungsstimmung wie in einem „Startup“.  Er beschreibt vier Grundfeiler, die sicherstellen, dass das Unternehmen zukunftsfähig bleibt:

  • True Customer Obsession: Totaler Fokus auf den Kunden
  • Resist Proxies: Prozesse müssen der Zielerreichung dienen und dürfen kein Selbstzweck sein
  • Embrace External Trends: Externe Trends für sich nutzbar machen
  • High-Velocity Decision Making: Entscheidungen schnell fällen.

Die ständige Weiterentwicklung wird von ihm gefördert, in dem die Belegschaft auch mal Projekte umsetzt, von denen er nicht selbst überzeugt ist, sich aber vom Ergebnis durchaus überzeugen lässt.

Was kann der Mittelstand davon übernehmen?

Den Digitalen Wandel als Chance betrachten und sich damit im Unternehmen aktiv auseinandersetzen, dies bedeutet:

  1. Der Kunde steht immer im Fokus aller Aktivitäten. Entscheidend ist nicht eine anonyme Masse an Kunden, sondern ein wirkliches Verhältnis zum Kunden. Dieses gehört aufgebaut.
  1. Schnelle Entscheidungen fällen unter Berücksichtigung des „worst case“ und Einschätzung des Risikos. Projekte, Anregungen aus der Belegschaft aufnehmen und auch wenn die Ampel der Geschäftsführung auf Rot stünde, grünes Licht geben. So manche zweifelhafte Entscheidung entpuppte sich später als „großes Ding“ oder als der richtige Weg. Mein eigenes Beispiel: Erst bekam ich das Vertrauen des Unternehmers und nur wenig später den Red Dot Design Award „honorable mention“ für einen Schiffsrumpf aus Aluminium. Budget und Risiko waren bescheiden, aber das Ergebnis umso überzeugender.
  1. Externe Trends für sich überprüfen und durchdenken. Zusätzliche Angebote machen wie das Unternehmen Metzger, das ein Menü auch fertig liefern lässt. Oder Offline und Online miteinander verknüpfen. Künstliche Intelligenz in die Überlegungen miteinbeziehen.
  1. Stets die eigenen Strukturen überprüfen. Auch die, die man noch nie in Frage gestellt hat. Sich immer die Frage stellen, führen die Strukturen noch zum Ziel?

Fazit: Wir befinden uns mitten im Digitalen Zeitalter. Das Internet hat einen großen Einfluss darauf, wie wir kaufen, leben und arbeiten. Deshalb sollten Unternehmer bereit sein, ihren Geschäftserfolg durch das Internet anzukurbeln. Sind Sie bereit?

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